OLEXESH

Olexesh wird 1988 in der ukrainischen Hauptstadt Kiew geboren. Mit seiner Mutter zieht er nach Frankfurt als er gerade 7 Jahre alt ist. Kurz darauf geht es weiter in die Hochhaussiedlung von Darmstadt-Kranichstein. Hier wächst Olexesh zwischen russischen Märkten, Dönerbuden und Wettbüros auf. Mit 8 Jahren schreibt er seine ersten Texte, die die Mutter entdeckt und sofort in den Müll wirft. Vorbei ist es mit der Traumkarriere als Rapper. Olexesh bricht die Schule ab, schlägt sich mit Nebenjobs durch.

In Kranichstein ist nicht viel los: Olexesh und seine Kumpels hängen rum, kiffen und bauen Scheiße. Was Olexesh ein bisschen von dem ganzen Mist abhält, ist das Rappen. Im Jugendzentrum schreibt er seine ersten Texte über das Leben in der tristen Hochhaussiedlung und nimmt ein paar Songs auf. Ein Freund stellt die ersten Gehversuche ins Internet. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Celo, ein Teil des Frankfurter Rap-Duos Celo & Abdi den Track auf YouTube entdeckt. Er ist sofort von dem Jungen und seinem einzigartigen Rap-Stil begeistert ist. Nach ein paar gemeinsamen Treffen ist klar, dass Olexesh das erste Signing auf 385idéal, dem gemeinsamen Label von Celo & Abdi wird.

Ein kultwürdiges »HDF«-Video später wird Olexesh als einer der heißesten Newcomer 2012 gehandelt und veröffentlicht sein über 300.000 mal heruntergeladenes Mixtape »Authentic Athletic«. Darauf finden sich 26 Tracks, die vom Leben in Kranichstein erzählen. Was schon da auffällt, ist die unglaubliche Energie und die ganz eigene Sprache, mit der Olexesh aus seinem Leben erzählt. Die Kombination aus seinen Lieblingsbeats von Socrates, Craig Mack, Nate Dogg und Warren G so wie sein autarker Rapstil, der Oldschool-Flows mit russischen Begrifflichkeiten vermischt, entsteht Musik, die vor allem eins ist: authentisch.

Denn: authentisch ist für Olexesh nicht einfach nur ein Wort. Der 26-jährige Rapper aus dem hessischen Darmstadt ist die Definition von echt. Und er hat einiges zu erzählen. Auch auf seinem Debütalbum »Nu Eta Da«, das mit hartem und humorvollem Straßenrap gleichermaßen aufwartet. Mal brutal ehrlich, mal augenzwinkernd beschreibt Olexesh seinen Werdegang und das Dasein in Darmstadt-Kranichstein. Technisch auf höchstem Niveau, mit einer unglaublichen Präsenz und Authentizität gesegnet, die sein Standing im deutschen Straßenrap manifestieren. Oder, um es mit den Worten von Olexesh zu sagen: »Nu eta da, next Superstar!«

Das 2014 über 385idéal veröffentlichte Debütalbum »Nu Eta Da« schaffte es aus dem Stand auf Platz 7 der deutschen Charts. Aber statt sich auf seinem Erfolg auszuruhen, ist der Griesheimer mit ukrainischen Wurzeln sofort wieder ins Studio gegangen und legt jetzt, ein gutes Jahr später, mit »Masta« nach. Und der Titel impliziert bereits: Mit diesem Album hat der 26-jährige die nächste Stufe erreicht - er ist, wenn man so will, vom Lehrling zum Meister geworden.
Und diese ungemeine Weiterentwicklung ist auf jedem der 20 Tracks hörbar – egal ob in Sachen Beats, Flow oder Inhalt. Verblüffend detailgenau, unglaublich assoziativ und technisch wie immer auf höchstem Niveau berichtet Olexesh auch auf »Masta« vom Leben in den unschönen Ecken von Darmstadt und Umgebung. Vielleicht hat Olexesh nicht die ganz großen Dinger gedreht, aber er hat viel gesehen – und genau das schreibt er in direkten, wahnsinnigen und augenzwinkernden Texten auf. Er macht den »Sound für den Hof«, zockt am »Automat« und dreht mit niemand geringerem als dem Deutschrap-Schwergewicht Sido ein paar Runden im Bugatti, bekommt aber auch von Haftbefehl, Xatar und seinen Labelkollegen Celo & Abdi Unterstützung. Aber dann gibt OL auch den charmanten »Kavalier« und träumt sich auf dem radiotauglichen »Rien Ne Me S'Arrête« auf die Sonnenseite des Lebens.

Neben den Beats von Haus- und Hofproduzent m3 kommen die Produktionen unter anderem von Fid Mella, Brenk Sinatra, Farhot, Brisk Fingaz oder Rooq und klingen mal nach kompromisslosem und bretthartem Straßensound, mal nach dem melodiösen und vielschichtigen Sound der Neunziger. Die Kombination aus brettharten Beats, musikalischer Experimentierfreudigkeit und Olexesh’ assoziativem und raffinierten Songwriting kreiert authentischen und anspruchsvoller Straßenrap, der seines gleichen sucht. »Dieses Album sollte für die Top Ten ausreichen!«, hat Olexesh schon auf seinem Debütalbum »Nu Eta Da« selbstbewusst gerappt. Mit »Masta« dürfte er sich da selbst noch übertreffen.